Gartencenter in Germany: Insolvenz und stabile Stauden – Ein Branchenüberblick
Die deutsche Gartencenter-Branche steht vor großen Herausforderungen. Eine große Kette aus dem Ruhrgebiet hat kürzlich einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Ziel ist eine umfassende wirtschaftliche Neuaufstellung. Dieser Schritt zeigt, wie sehr der stationäre Gartenfachhandel unter Druck geraten ist. Auch die Gartencenter Augsburg GmbH & Co. KG hat beim zuständigen Amtsgericht einen entsprechenden Antrag eingereicht. Die Branche sucht nach neuen Wegen, um sich zu stabilisieren.
Die Umsatzentwicklung im Jahr 2025 war insgesamt schwach. Laut Branchenberichten war es „kein Jahr der Pflanze“. Die zentralen Pflanzengruppen – Baumschule, Beet- und Balkonpflanzen sowie Zimmerpflanzen – lagen zum Jahresende zwischen zwei und vier Prozent unter dem Niveau von 2024. Auch begleitende Sortimente wie Gefäße und Zubehör spürten diese negative Entwicklung. Nur die Stauden konnten das Vorjahresniveau halten. Dies zeigt, dass Kunden zwar weiterhin Wert auf langlebige und nachhaltige Pflanzen legen, aber bei anderen Produkten sparen.
Dennoch bleibt die Pflanze das tragende Element des Gartencenters. Trotz rückläufiger Zahlen ist sie unverzichtbar für die Kundenbindung und die Positionierung im Wettbewerb. Die Branche muss nun Strategien entwickeln, um das Interesse an Pflanzen wieder zu steigern. Dazu gehören innovative Präsentationen, saisonale Aktionen und ein stärkerer Fokus auf Beratung und Erlebnis. Die Insolvenzen zeigen jedoch, dass strukturelle Anpassungen unumgänglich sind.
Die Zukunft der Gartencenter in Deutschland hängt von ihrer Fähigkeit ab, sich neu zu erfinden. Die aktuellen Entwicklungen sind ein Weckruf. Es braucht mutige Konzepte, die über das reine Sortiment hinaus